Das Internet der Dinge ist ein so weit gefasster Oberbegriff, dass sich für jeden Lebensbereich ein passender Ausdruck findet, der die IoT-Idee in sich trägt. Hier sind einige dieser Schlagwörter:

  • Smart Factory: Dies ist ein Anwendungsgebiet von Industrie 4.0 und meint nichts anderes als eine Fabrik, die die Fertigung komplett ohne menschlichen Eingriff durchführt. Die benötigten Informationen zur Bearbeitung eines Werkstückes werden zum Beispiel mittels Sensoren direkt vom Werkstück ermittelt. Dafür kommen cyber-physische Systeme zum Einsatz.
  • Smart Home: Diverse elektrische und elektronische Geräte im eigenen Heim lassen sich vom Besitzer über das Internet steuern oder stellen sich dank der in der Wohnung verteilten Sensoren auf die Umgebung ein. Dazu gehört auch der viel zitierte internetfähige Kühlschrank, der automatisch neue Milch bestellt, sobald der Vorrat zuneige geht und anhand seines aktuellen Inhalts Rezepte vorschlägt.
  • Smart City: Im Rahmen von IoT versteht man darunter einen urbanen Raum, in dem Menschen und die sie umgebende Technologie (Sensoren, Aktoren) unmittelbar miteinander agieren.
  • Smart Grid: Im intelligenten Stromnetz sind die jeweiligen Elemente zur Stromerzeugung, Verteilung, Verbrauch und Verbrauchsmessung miteinander vernetzt, um den Strom zeit- und punktgenau dort bereitzustellen, wo er gebraucht wird.
  • Connected Car: Im Prinzip ist es ein ans Internet oder ein WLAN angebundenes Auto. Bestimmte Funktionen lassen sich so von einem anderen Gerät des Besitzers steuern. Während der Fahrt erhält das Fahrzeug Informationen aus dem Internet, um die Insassen schneller und sicherer ans Ziel zu bringen. In der Zukunft könnten selbstfahrende Autos so auch selbstständig die Route aufgrund aktueller Informationen ändern.
  • Wearables: Kleine Computer und Sensoren, die in Brillen, Kleidung und Schmuck eingearbeitet und teilweise mit anderen Geräten oder dem Internet verbunden sind, bringen dem Träger zusätzlichen Nutzen, ohne dass er aktiv eingreifen muss. Zu den Wearables gehören Fitnessbänder, Smartwatches und Augmented-Reality-Brillen.
  • E-Health: Im Sinne von IoT werden darunter digitale Lösungen verstanden, die den elektronischen Austausch medizinischer Informationen zwischen Patienten und Medizinern oder unter Medizinern automatisieren. Dazu gehören auch in Patienten eingepflanzte Sensoren, die medizinische Messwerte direkt an den behandelnden Arzt oder medizinische Instrumente übermitteln.

 

Weitere Begriffe des Internet of Things:

  • Digitalisierung: Das Überführen von Informationen von einem analogen in ein digitales Format. Es hat eigentlich nichts mit dem Internet der Dinge an sich zu tun, da die Digitalisierung zur "Dritten industriellen Revolution" gehört. Dennoch wird der Begriff gerne im Rahmen der Diskussion zu Industrie 4.0 erwähnt, wenn man die in analoger Form (also paperbasierten) durchgeführten Schritte eines Wertschöpfungsprozesses in eine digitale Form bringen möchte.
  • Smart Objects: Intelligente Objekte bilden die Grundlage für das Ubiquitous Computing und das Internet der Dinge. Es sind Gegenstände, deren ursprüngliche Funktion dank eingebauter Sensoren, Mikroprozessoren und Netzwerkadaptern erweitert wurde.
  • IED (Intelligent Electronic Device): Hierbei handelt es sich um Geräte in einem Smart Grid, die Daten von Sensoren verarbeiten und automatisch Schritte zur besseren Lastenverteilung einleiten.
  • Eingebettete Systeme / Embedded Systems: Dies sind meist recht kompakte Computer, die in anderen technischen Anlagen (Fahrzeuge, Produktionsmaschinen) eingebaut sind und diverse Funktionen der Anlagen steuern.
  • Cyber-physische Systeme (CPS): Diese eingebetteten Systeme mehrerer technischer Anlagen sind miteinander vernetzt und können so ihre jeweiligen Abläufe untereinander koordinieren.
  • Maschine-zu-Maschine-Kommunikation (M2M): Maschinen und Anlagen tauschen automatisch untereinander Informationen aus, um sich autonom zu regulieren und dafür notwendige Prozesse einzuleiten. Ein Beispiel: Ein Fertigungsroboter signalisiert der Leitstelle den Verschleiß von Bauteilen. Die Leitstelle bestellt daraufhin ohne menschlichen Eingriff Ersatzteile und passt den Produktionsprozess so an, dass der beschädigte Fertigungsroboter geschont wird.

 

Quelle: https://www.expertenderit.de/